Wohnen gegen Arbeiten möglich - Kräfte bündeln und in Frieden leben

  • Veröffentlichungsdatum: 3. Januar 2019
  • Letzte Änderung: 3. Januar 2019
    • Görlitz, Sachsen, Germany

 

 

 

Guten Tag,

 

 

 

hier spricht Anne Rackow. Ich bin Vorstand im Verein zur Förderung der Lebensqualität VFL-Bautzen e.V. Wir leben im östlichsten Osten von Ostdeutschland, ca. 6km von Bautzen und 50km hinter Dresden sowie 50km vor Görlitz, der polnischen Grenze entfernt auf einer ehemaligen LPG (Landwirtschaftliche Produktions-Gesellschaft). Dies war bis zur Enteignung ca. 1948 ein Rittergut, diente damals schon als Unterkunft für Kriegsflüchtlinge, dann wurde das Schloss (grösseres Herrenhaus) für Lehrlinge (in der Kolchose Budissa) her gerichtet und nach der Wende (ca. 1990) sofort in verschiedene Parzellen aufgeteilt und verhökert. Eine Fischereigesellschaft war auch mal Eigentümer. Das Schloss wollte dann gegen die Jahrhundertwende ein Pharmareferent, der in Griechenland lebt (!), zu einer Alters-Residenz ausbauen, aber im Jahre 2002 tauchte plötzlich über Nacht (im wahrsten Sinn des Wortes) ein Mann auf der Parzelle mit drei Ställen und einem Wohnhaus auf, der ca. 200 Schweine und 80 Rinder mitbrachte! Die Überraschung der Dorfbewohner war natürlich sehr gross, am nächsten Morgen Rinderköpfe hinter den Scheiben zu erkennen, zumal diese Ställe seit Jahren leer standen. Nun, dieser Mann entpuppte sich als ein ganz grosser Messie und wütete ca. 10 Jahre auf dem Hof. Unvorstellbarer Gestank, Rattenzüchtung und Krieg im Dorf entstand.

 

 

 

2013 übernahm ich den Hof, der Junge wurde nach dem Berliner Modell aus dem Hof geholt, da der Rechtsweg keine Lösung brachte. Und so hatte ich (auch von einem Tag auf den anderen) am 5.6.2013 ca. 200 Schweine an der Backe und eine teilweise 1m hoch vermüllte (in den Ställen und auf dem Gelände) Liegenschaft von 7500m2 (2014 habe ich die Hälfte an den damaligen Schlossbsitzer verkauft - wir brauchten Geld und 3 Ställe zu bewirtschaften, erschien mir zu afwändig). Ich machte mich damals sofort ans Aufräumen, hatte Hilfe aus meinem Bekanntenkreis aus Brandenburg, und so fuhren wir öfters zusammen zu diesem Hof, um alles Verwertbare aufzusammeln und den Dreck zu entsorgen.

 

 

 

Lange Geschichte - kurzer Sinn:

 

Die Übernahme dieses Hofes geschah aus dem Bauch heraus und für mich war klar, dass ich meinen Lebensabend dort verbringen will. Ich bin jetzt 62 Jahre jung, Frau, alleinstehend, Zimmermann´s Tochter und gewohnt, die Ärmel hoch zu krempeln.

 

Mein Rezept, einen runtergekommenen Hof mit zwei Wohneinheiten im Wohnhaus - wovon eine zum Ende des Jahres 2012 leer wurde - so zu gestalten, dass die Rechnungen bezahlt werden können, stand von Anfang an fest (Bauchgefühl): Selbst anpacken, aufräumen, ausbauen, vermieten. Und das mit sehr wenig Geld, und Materialien, die andere wegschmeissen. Zwei Jahre lang haben wir Wohnungsauflösungen durchgeführt, Möbel aus Sperrmüll befreit - und damit Wände, Böden, Decken gebaut uvm. Die Rechnung geht auf: Einfach, funktional, anders. Wir brauchen aber noch ca. 3-5 Jahre, um die geplanten, 7 Wohneinheiten zu bauen, zumal die Arbeiten relativ langsam vorangehen, denn alte statt neue Materialien zu verarbeiten ist ziemlich zeitintensiv und anstrengend. Aber schöner, weil die Kreativität gefordert ist.

 

 

 

Von Anfang an war mir klar, dass ich in Wohn-Gemeinschaft leben möchte. Dementsprechend baute ich die Wohnungen in der ehemaligen Tenne und Stallübergängen als Single-Wohnungen aus. Jetzt wohnen schon 4 Parteien auf dem Hof (in 2013 waren es nur eine). Wir benötigen noch Hilfe von Sanitär- und Elektrofachleuten, die auch in WG wohnen möchten. Ich bin sicher, dass wir diese auf diesem Weg finden.

 

 

 

Also nun mein Angebot:

 

In 2014 haben wir den Verein zur Förderung der Lebensqualität VFL-Bautzen e.V. gegründet, um genau die oben erwähnte Lebensweise zu fördern (Permakultur, Eigenversorgung, Seminare, Musizieren, Gedankenaustausch zu autarker Lebensweise durchführen, etc. etc.). Da der Ausbau eben doch länger dauert, als gedacht, müssen nach wie vor Ausbauten stattfinden, bevor der Vereinszweck durchgeführt werden kann. Und wir brauchen Unterstützer/innen, die sich auch um die Vereinsangelegenheiten kümmern können. Bis jetzt liegt alles in einer Hand - sprich meiner. Die restlichen Gründungsmitglieder halfen bei der Gründung, haben aber andere Interessen, als den Verein zu unterstützen.

 

5 Jahre leben wir nun schon in dieser Weise - und sind glücklich, zufrieden, stolz. Aber die Gemeinschaft möchten wir in diesem Jahr zum Leben erwecken.

 

 

 

Falls Sie sich vorstellen können, in einfachen, gemütlichen Verhältnissen zu leben, vielleicht sogar die Bio-Toilette zu nutzen (mit Holzspähnen) - nebst einer rustikalen, mit Wasser gespülten), die Küche und Dusche (noch) mit einem 50-jährigen, ruhigen jungen Mann, und mir zu teilen, freuen wir uns, Sie bei uns zu begrüssen. Die Mieten sind hier auch sehr moderat, und wir können jede Hand und cent gebrauchen, natürlich auch den Kopf für Ideen. Sind Sie motorisiert? Können Sie in nächster Zeit mal hierher kommen und sich ein Bild vor Ort machen? Melden Sie sich, wir sind ganz gespannt.

 


Anzahl der Bewohner: z.Zt. zwei in WG und zwei Wohnungen vermietet an Nicht-Gleichgesinnte
Grundstücksgröße: 3500m2
Primäre Ernährung: Allesesser
Selbstversorger / Nahrung: Teilweise
Selbstversorger / Wasser: Nein
Selbstversorger / Strom: Nein
Besuch möglich:
Arbeit gegen Wohnen / WWOOF:
Tierfreundlich:
Internet:
Primäre Sprache: deutsch, englisch, französisch, etwas italienisch und spanisch
Anzahl der Gebäude: ehemalige Tenne ausgebaut, Vereinsraum für Veranstaltungen, Musizieren, Gedankenaustausch vorhanden (u.a. Einnahmen für den Hof, nebst V+V)

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